Neuigkeiten

Samstag, 22.09.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interreligiöses Projekt: Naturschutz als Band der Religionen

Sa 22.09.2018 // 16 – 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 29.06.2018

Ethik des Lebendigen - Vom Umgang mit Nutztieren

Fr 29.06.2018 // 18 Uhr // bis So 01.07.2018 // ca 14 Uhr // Tagung // Kloster Stift zum Heiligengrabe // Heiligengrabe

Samstag, 03.03.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interdisziplinäres Projekt: Die Synergie aus Ökologie und Spiritualität

Sa 03.03.2018 // 16 - 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Mittwoch, 06.12.2017

Die Würde der Tiere - Vortrag und Symposium

Mi 06.12.2017 // 9 - 17 Uhr // Vortrag im Rahmen des Symposiums „Kulturlandschaft im Wandel – biodivers oder artenarm?" // LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Freitag, 15.09.2017

Was die Natur uns predigt - BeSINNungstage InNatura

Fr 15.09.2017 // 16:00 Uhr bis So 17.09.2017 // 14:00 Uhr // Schnupperwochenende im Haus Mariengrund // Münster

Samstag, 09.09.2017

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein ökumenisches Projekt: Für eine ökologische Reformation.

09.09.2017 // 16 - 18 Uhr // Workshop // Kapuzinerklostergarten Münster

Dr. Anton Rotzetter

Dr. Anton Rotzetter

Dr. Anton Rotzetter

Wir trauern um unseren unermüdlichen und immer hoffnungsvollen Mitstreiter für eine Geschwisterlichkeit alles Lebendigen.

Er wird uns sehr fehlen!

In der Enzyklika Laudato Si findet sich am Ende dieser wunderbare Satz, der auch aus Antons Feder stammen könnte: "Das ewige Leben wird ein miteinander erlebtes Staunen sein, wo jedes Geschöpf in leuchtender Verklärung seinen Platz einnehmen und etwas haben wird, um es den endgültig befreiten Armen zu bringen." (LS 243)


Bischöfin i. R. Wartenberg-Potter, Kuratoriumsvorsitzende,
Dr. Hagencord, Institutsleiter und Vorsitzender des Fördervereins,
Michele Cappiello, zweiter Vorsitzender des Fördervereins
und das gesamte Team des Fördervereins

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Dr. Anton Rotzetter

geboren in Basel, am 03.01.39, gestorben 2016, Bürger von Freiburg/Schweiz, Sohn eines Grenzwächters, darum von Anfang an "Pilger", ist ein Wanderer von Ort zu Ort, mit einer Versuchung Grenzen zu überschreiten. Er besuchte das Gymnasium in Freiburg/Schweiz und Appenzell. 1959 trat er in den Kapuzinerorden ein und absolvierte das Hochschulstudium in Freiburg (Promotion), in Bonn und in Tübingen an. (68er Jahre: Befreiung aus dem "Ghetto" in die katholische Weite) 1972 hatte er einen mehrwöchigen Aufenthalt in Rio de Janeiro und 1974 einen mehrmonatigen in Tanzania (Elendsquartiere und Armut: Befreiung aus einem bürgerlich gedeuteten Evangelium zum Evangelium der Armen).
Von 1967-1974 setzte sich Dr. Rotzetter wissenschaftlich mit Franz von Assisi auseinander (Konvergenz von Geschichte und Gegenwart, von Theorie und Praxis, von Mystik und Politik). Von 1978 - 1988 Leitete er das von ihm konzipierte Institut für Spiritualität in Münster/Westf: Auf der Suche nach einer allgemeinen und modernen christlichen Spiritualität (Entdeckung der Sprachfähigkeit) Er erhielt Lehraufträge von der PhThH Münster und Freiburg/Schweiz und ist seit 1988 wohnhaft in Altdorf Uri.
Dr. Rotzetter ist Verfasser von ca. 70 Büchern, die teilweise in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Funktionen

Bis 1988 Leiter des Instituts für Spiritualität in Münster; 1968 - 1993 theologischer Assistent der internationalen franziskanischen Bewegung "Marienthal"; 1988 - 1998 Präsident der Franziskanischen Akademie; seit 1998 im Vorstand der Innerschweizer Schriftsteller/innen; bis 1994 im Vorstand der "ACAT Schweiz"; Sieben Jahre WortzumSonntagSprecher beim Fernsehen DRS; bis Ende 2000 regelmäßiger Sprecher in "Erfüllte Zeit" bei ORF 1; vierteilige Sendung Radio Vatikan über Franz von Assisi (Mai 1992); reiche redaktionelle und schriftstellerische Tätigkeit in verschiedenen Zeitschriften.

Wissenschaftliche Bibliographie an der Bonaventure University New York von Fr.Benedikt Mertens ofm - Br.Anthony LoGalbo, OFM: SFS 500 Introduction to Franciscan Studies - Fall, 1999: A Bio-Bibliography of Anton Rotzetter

Zugang zum Thema "Tier":

"Als Forscher im Bereich der franziskanischen Spiritualität wurde bald einmal deutlich, dass ökologische und tierethische Fragestellungen von Franz von Assisi her nicht nur nicht ausgeklammert werden können, sondern zum unveräußerlichen Bestand gehören. Diese Einsicht verband sich mit einem 'angeborenen freundlichen Verhältnis' zu Tieren, stamme ich doch aus einer naturverbundenen Bergfamilie. Immer mehr beschäftigte ich mich auch mit tierbezogenen Ergebnissen der Biologie, der Philosophie, der Verhaltensforschung, aber auch der Bibelwissenschaft. Schließlich ließ ich mich zuerst in Deutschland in den Theologischen Beirat von AKUT (Aktion Kirche und Tier) und dann zum Präsidenten der AKUT/Schweiz wählen.

Entscheidend dafür ist der große Zusammenhang, den Gott in seine Schöpfung eingestiftet hat. Von Franziskus weiß ich, dass alles, was ist, geschwisterlich miteinander verbunden ist, und dass alles Leben ein Geheimnis ist, dem wir mit Ehrfurcht zu begegnen haben. Im Institut für Theologische Zoologie möchte ich zwei Dinge vertreten: Ich möchte den Tierschutz aus der Ecke herausholen, in die sich Tierschützer oft selber manövrieren. Es geht nicht um Vermenschlichung des Tieres, auch nicht darum, dass das Tier Ersatz für menschlichen Beziehungen ist. Ich bin vielmehr überzeugt, dass Tier und Mensch einen großen Teil an gemeinsamer Lebendigkeit haben und dass dem Tier deswegen besondere Ehrfurcht gebührt. Doch auch jeder Stein, jede Pflanze - alles was ist, offenbart uns ein Geheimnis, das sich letztlich jeder Manipulation entzieht.

In den letzten Jahrzehnten ist die Schöpfung immer mehr dem Absolutheitsanspruch der Ökonomie anheim gefallen. Alles wird zur Sache, die man beliebig gebraucht, zum Objekt, das man ausbeutet. Zwar gibt es heute wohl niemand mehr, der nicht von Bewahrung der Schöpfung spricht. Sobald es aber konkret wird, scheut man die Konsequenzen. Ich bin der Überzeugung, dass neben der Vergötterung der Mobilität die Ehrfurchtslosigkeit eine besondere Rolle spielt. Die Einstellung zum Auto und zum Tier ist eine Art Schnittstelle, an der der heutige Lebensstil, der weitgehend auf dem Prinzip der Ausbeutung und der Rücksichtslosigkeit aufbaut, eine revolutionäre Wende erfahren könnte - zu Gunsten von Lebensqualität, weltweiter Gerechtigkeit und umfassender Solidarität.

Veröffentlichungen

  • Von Demut, Frieden und anderen Torheiten: Franziskanische Texte gedeutet für die Menschen unserer Zeit. Freiburg/Schw. 1990
  • Beseeltes Leben. Briefe zur Spiritualität, Freiburg 1986, Neuauflage 2002
  • Franz von Assisi. Erinnerung und Leidenschaft, Freiburg 1989
  • Ich rufe Sonne und Mond: Der Sonnengesang des Franz von Assisi. Annäherung und Einführung. Eschbach 1998
  • Latium, Umbrien, Toskana: Wanderungen auf den Spuren des Franz von Assisi. Frankfurt a.M.1998
  • Die Welt erglänzt in Gottes Farben. Visionen von der Ganzheit der Schöpfung, Freiburg/Schw. 2000
  • Mit Gott im Heute. Grundkurs franziskanischen Lebens, Freiburg 2000
  • Aus Liebe zum Leben: Die Evangelischen Räte neu entdecken. Freiburg i.Br.1996 und 1997
  • Am Morgen einer neuen Zeit. Spirituelle Lesung des Markusevangeliums, Freiburg 2002
  • Der Stern des Messais. Psalmbetrachtungen zu Advent und Weihnachten, Freiburg 2004
  • Vegetarische Ernährung - warum? In: Anima. Zeitschrift für Tierrechte 22 (2006/07) Heft 4, 3 - 5; Graz; DVR 0955906
  • Lexikon christlicher Spiritualität, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-16689-3
  • Sieben Jahre WortzumSonntagSprecher beim Fernsehen DRS - Bis Ende 2000 Regelmäßiger Sprecher in "Erfüllte Zeit" bei ORF 1
  • Vierteilige Sendung Radio Vatikan über Franz von Assisi (Mai 1992)
  • Reiche redaktionelle und schriftstellerische Tätigkeit in verschiedenen Zeitschriften
  • Mitautorschaft des "Franziskanischen Fernkurses" (INFAG) und verantwortlicher Herausgeber des "Grundkurses für das franziskanische Missionscharisma" (MIZE)