Neuigkeiten

Samstag, 22.09.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interreligiöses Projekt: Naturschutz als Band der Religionen

Sa 22.09.2018 // 16 – 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 29.06.2018

Ethik des Lebendigen - Vom Umgang mit Nutztieren

Fr 29.06.2018 // 18 Uhr // bis So 01.07.2018 // ca 14 Uhr // Tagung // Kloster Stift zum Heiligengrabe // Heiligengrabe

Samstag, 03.03.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interdisziplinäres Projekt: Die Synergie aus Ökologie und Spiritualität

Sa 03.03.2018 // 16 - 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Mittwoch, 06.12.2017

Die Würde der Tiere - Vortrag und Symposium

Mi 06.12.2017 // 9 - 17 Uhr // Vortrag im Rahmen des Symposiums „Kulturlandschaft im Wandel – biodivers oder artenarm?" // LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Freitag, 15.09.2017

Was die Natur uns predigt - BeSINNungstage InNatura

Fr 15.09.2017 // 16:00 Uhr bis So 17.09.2017 // 14:00 Uhr // Schnupperwochenende im Haus Mariengrund // Münster

Samstag, 09.09.2017

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein ökumenisches Projekt: Für eine ökologische Reformation.

09.09.2017 // 16 - 18 Uhr // Workshop // Kapuzinerklostergarten Münster

Unterstützer & Beobachter

Prof. Dr. Kurt Remele // Karl-Franzens-Universität Graz

Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen des Instituts für Theologische Zoologie,

Ende November 2013 hielt Dr. Rainer Hagencord an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität im österreichischen Graz eine Gastvorlesung zum Thema „Das Tier als Herausforderung für die christliche Anthropologie“ und gestaltete danach gemeinsam mit mir eine zweitägige geblockte Lehrveranstaltung zu diesem Thema.  Mit dieser gemeinsamen Lehrveranstaltung setzten wir ein lange geplantes Vorhaben um. Rainer Hagencords Ausführungen wurden von den Studierenden mit großem Interesse aufgenommen. Wir haben vereinbart, in Kontakt zu bleiben und unsere Kooperation sowohl auf persönlicher als auch auf institutioneller Ebene auszubauen. Mein im Folgenden abgedruckter Text „Dead as a Dodo: Vom Ende des Menschen als Krone der Schöpfung“ ist ein kleiner Beitrag zu dieser Zusammenarbeit. Er gibt jene Rede wieder, die ich im Oktober 2013 im Naturhistorischen Museum der Stadt Wien im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „Das Geschäft mit dem Tod. Das letzte Artensterben?“ gehalten habe.

Die Ausstellung, die das Museum in Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich organisiert hat, ist höchst sehenswert und läuft noch bis 21. April 2014. Es lohnt sich, nach Wien zu kommen und diese Ausstellung aufmerksam anzusehen. Ein Besuch Wiens ist ohnehin eine tolle Sache, finde ich. Das muss man auch als Grazer zugeben.

Mit großer Freude über unsere Zusammenarbeit und besten Grüßen nach Münster,

Kurt Remele
Informationen zur Person

Dr. Kurt Remele ist außerordentlicher Professor für Ethik und christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Er hatte mehrere Gastprofessuren in den USA  inne und ist Fellow des vom anglikanischen Theologen Prof. Andrew Linzey geleiteten Oxford Centre for Animal Ethics.



Dr. Werner Thissen // Erzbischof von Hamburg

Dr. Werner Thissen

Grußwort zur Eröffnung des Institutes für Theologische Zoologie

"Gott, der Herr formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes" (Gen 2, 19f.).

Im Verlauf der Kunstgeschichte gab es zahlreiche bildliche Darstellungen dieser biblischen Szene: ein Mensch im Kreise einer Vielzahl von Tieren, die alle darauf warten, ihren Namen zu empfangen.
Die Namensgebung seitens des Menschen und die Einreihung aller in die von Gott gewollte Schöpfungsgemeinschaft verdeutlichen die enge Beziehung zwischen Mensch und Tier. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Umweltproblemen - ich denke an die Überfischung der Meere und die Vernichtung von Artenvielfalt - ist es notwendig, dass uns Menschen die Einheit der Schöpfungsgemeinschaft mehr bewusst wird.

Das "Institut für Theologische Zoologie" hat es sich zur Aufgabe gemacht, "eine wissenschaftlich fundierte theologische Würdigung des Tieres" zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, dass die theologische Vergewisserung das praktische Handeln anleitet. Alle Tiere dürfen erwarten, dass der Mensch als ihr Namensgeber sich ihrer in Verantwortung annimmt.
Dem "Institut für Theologische Zoologie" wünsche ich für seine Arbeit von Herzen Gottes Segen.

Dr. Werner Thissen
Erzbischof von Hamburg
Informationen zur Person


Prof. Dr. Hubert Weiger // Vorsitzender des BUND

Prof. Dr. Hubert Weigert

Grußwort zur Eröffnung des Institutes für Theologische Zoologie

Wie kann es sein, dass gerade von unserm christlich geprägten Kulturkreis ein Druck auf die Artenvielfalt ausgeht, der sie 100 Mal schneller dezimiert als es natürlicher Weise der Fall wäre? Ist die Artenvielfalt nicht geradezu ein Manifest der Vielfalt und der Möglichkeiten der Schöpfung? Insbesondere bei den Nutztieren gehen wir in unverantwortlicher Weise fahrlässig mit diesem Reichtum um: Wir verlieren weltweit jede Woche eine Nutztierart, weil wir mit unserer Zucht auf Höchstleistung traditionelle Rinder-, Schweine- und Geflügelrassen verdrängen, die größtenteils viel besser angepasst sind an lokale Bedingungen und an den voranschreitenden Klimawandel.

Und wir halten in Deutschland und Europa Millionen an Nutztieren in würdeloser Art ohne ihren angeborenen Eigenschaften gerecht zu werden und ihre physiologischen Leistungsgrenzen zu respektieren. Hinzu kommt, dass wir aus traditionell Gras fressenden Rindern und Reste verwertenden Schweinen mit der Höchstleistungszucht Konkurrenten gemacht haben, Nahrungskonkurrenten zum Menschen. So kommt es, dass das Eiweißfutter für die Viehwirtschaft in Deutschland und Europa zu zwei Dritteln aus Entwicklung- und Regenwaldregionen stammt. Mit unseren Verfahren der „Tierproduktion“, erzeugen wir Hunger und Elend für Menschen und Tiere. Und das im Überfluss - wie aktuell die Butterberge, Milchseen und Exportrekorde bei Schweinefleisch deutlich zeigen.

Es braucht Analysen wie sich unsere Kultur und die Kulturtechniken der
Tierhaltung derart entwickeln konnten. Es braucht Untersuchungen, warum gerade christlich geprägte Regionen mit einer hohen Viehdichte den Ehrgeiz haben, noch intensiver zu erzeugen. Es braucht eine kritische Hinterfragung, warum das Ziel eines nachhaltigen und gesundheitlich verantwortlichen Angebots an tierischen Lebensmitteln keine Rolle in der Agrarpolitik spielt, sondern das Ziel weitere Weltmarktanteile zu erobern, maßgeblich geworden ist für unseren Umgang mit Tieren und natürlichen Ressourcen. Es braucht auch den theologischen Willen zur Wahrhaftigkeit, um zu durchleuchten, warum auf unzähligen Fleischpaketen glückliche Tiere auf der Wiese abgebildet sind, obschon 90 Prozent der Masttiere niemals eine Weide gesehen haben. Und es braucht die theologische Zoologie um eine Vision zu entwickeln für einen zukunftsfähigen Umgang mit den Tieren in der Landwirtschaft, unseren Mitgeschöpfen.

Der BUND setzt sich seit Jahrzehnten an der Seite von Bäuerinnen und Bauern
dafür ein, dass die Tiere in der Landwirtschaft eine größere, eine angemessene
gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Gemeinsam mit Biobauern, dem
Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) und als Trägerverband von NEULAND, dem bäuerlichen Verein für Qualitätsfleisch aus besonders artgerechter Tierhaltung, arbeiten wir daran, Vielfalt, Würde, Nachhaltigkeit, Umsicht und Freude am respektvollen Umgang mit dem Nutztier in die Ställe und auf die heimischen Weiden zu bringen.

In diesem Sinne heißt der BUND das Institut für theologische Zoologie, seine
Gründer und Unterstützer mit offenen Armen willkommen und wünscht uns allen
Ausdauer und Erfolg.

Prof. Dr. Hubert Weiger
Vorsitzender des BUND
(Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)
Informationen zur Person