Neuigkeiten

Samstag, 22.09.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interreligiöses Projekt: Naturschutz als Band der Religionen

Sa 22.09.2018 // 16 – 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 29.06.2018

Ethik des Lebendigen - Vom Umgang mit Nutztieren

Fr 29.06.2018 // 18 Uhr // bis So 01.07.2018 // ca 14 Uhr // Tagung // Kloster Stift zum Heiligengrabe // Heiligengrabe

Samstag, 03.03.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interdisziplinäres Projekt: Die Synergie aus Ökologie und Spiritualität

Sa 03.03.2018 // 16 - 19 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Mittwoch, 06.12.2017

Die Würde der Tiere - Vortrag und Symposium

Mi 06.12.2017 // 9 - 17 Uhr // Vortrag im Rahmen des Symposiums „Kulturlandschaft im Wandel – biodivers oder artenarm?" // LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Freitag, 15.09.2017

Was die Natur uns predigt - BeSINNungstage InNatura

Fr 15.09.2017 // 16:00 Uhr bis So 17.09.2017 // 14:00 Uhr // Schnupperwochenende im Haus Mariengrund // Münster

Samstag, 09.09.2017

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein ökumenisches Projekt: Für eine ökologische Reformation.

09.09.2017 // 16 - 18 Uhr // Workshop // Kapuzinerklostergarten Münster

Neuigkeiten Detail

Mittwoch, 12.03.2014

"Ich gönne mir den Verzicht" – Oder wie ich durch eine Tiefenschärfung meines Alltages (Fasten) das ganze Jahr über zu mehr Lebensqualität und Gesundheit gelange

Drittes Glandorfer Gespräch



Zur brisanten Thematik unserer naturvergessenen Kultur und ihrer Folgen trafen sich am Dienstag, den 4. März 2014, zum 3. Mal der Biologe Dr. Georgios Pandalis, Gründer der 'Urheimischen Medizin', Glandorf, und der Theologe und Biologe Dr. Rainer Hagencord, Gründer des 'Institutes für Theologische Zoologie', Münster. Passend zum derzeitigen Beginn der christlichen Tradition der Fastenzeit nach den Karnevalstagen fanden die '3. Glandorfer Gespräche' statt zum Thema 'Ich gönne mir den Verzicht. - Oder, wie ich durch eine Tiefenschärfung meines Alltags (Fasten) das ganze Jahr über zu mehr Lebensqualität und Gesundheit gelange.'

Große Gelehrte haben es uns vorgelebt - Pythagoras, Manes oder Maimonides lehrten uns, dass Verzichtsübungen auch außerhalb der Fastenzeit zu mehr Gesundheit von Körper und Seele und einem glücklicheren gesellschaftlichen Miteinander führen. Dr. Pandalis sieht den bewussten Verzicht heutzutage mehr denn je als gebotene Maßnahme gegen die Umwelt- und Gesundheitsprobleme unserer Zeit und gleichzeitig als enorme Herausforderung, denn die dem Menschen angeborene Konsumfreude trifft heute mit einer grenzenlosen Verfügbarkeit von Gütern, Informationen und Unterhaltungsangeboten zusammen. Diese Herausforderung zu meistern erfordere daher heutzutage mehr denn je die Schulung unseres Geistes. So könne jeder Einzelne ein größeres Bewusstsein für seine Mitwelt und konsequenterweise eine größere Bereitschaft zu verantwortungsvollem Handeln entwickeln. Für die eigene Gesundheit sei dies sinnvoll, beispielsweise der Verzicht auf unser heutiges, industriell produziertes Fleisch, da dies nachweislich Krebs, Typ-2-Diabetes, Gicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck verursacht. Dass jede Kultur ihre eigene Form des Fastens übt, entspricht dem „Urheimischen Prinzip“ nach Dr. Pandalis, das besagt, dass diejenige Lebens- und Ernährungsweise für den Menschen am besten geeignet ist, die in seinem jeweiligen Kulturkreis seit mindestens zehn Generationen erfolgreich angewandt und gelebt wird. So vertrage er selbst als gebürtiger Grieche beispielsweise keinen Bärlauch und das obwohl er ihn vor rund 25 Jahren für die Deutschen wiederentdeckt hat.

Dr. Hagencord teilte diese Interpretation der Fastenzeit aus theologischer Sicht im Sinne einer Chance zur notwendigen Tiefenschärfung des (Alltags-)Lebens und zur Aufgeschlossenheit für die Präsenz Gottes in allem Sein. In der grenzenlosen Verfügbarkeit von Produkten und Möglichkeiten in unserer sogenannten I. Welt, dieses aber zu Lasten der sogenannten III.Welt, zu Lasten unserer natürlichen Mit-Welt und Nach-Welt, verschaffe uns die Fastenzeit Raum zum Nachdenken über unsere Maßlosigkeit und fordere uns zur Verantwortung auf. Im Sinne der 'Theologischen Zoologie', d.h. einer theologischen Sicht auf die Tiere, bedeute diese Verantwortung auch, dass wir unsere mitgeschöpfliche Umwelt in die Aussagen der biblischen Propheten über eine Welt ohne Gewalt mit einbeziehen und uns in unserem menschlichen Konsumverhalten, auch gegenüber den Tieren, entsprechend verantwortlich und 'verzichtvoll' verhalten. Dabei ginge es nicht um Askese, sondern um die Freude am Leben, an der Vielfalt, am Wesentlichen.

Dr. Pandalis und Dr. Hagencord waren sich einig, dass das Fasten im Sinne des bewussten Verzichts am meisten Sinn macht, wenn es Tag für Tag und generell gelebt wird. Die frühjährliche Fastenzeit eignet sich aber hervorragend, um diese Lebensweise einfach einmal zu proben.

Weitere Einzelheiten zu diesem Dialog finden Sie hier.

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