Neuigkeiten

Freitag, 08.03.2019

Mensch und Tier im Team - Fortbildung

ab 08.03.19 // Fortbildung // Haus Mariengrund Münster und Raphaelshaus Dormagen

Freitag, 19.10.2018

Mensch und Tier – Neues Verständnis - Anderer Umgang - Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung

Fr 19. bis So 21.10.2018 // Tagung // Ev. Akademie Villigst

Freitag, 28.09.2018

Tiere, Pflanzen und Menschen - Miteinander auf der einen Erde (2)

Fr 28.09.2018 - So 30.09.2018 // Wochenendseminar // Haus Mariengrund // Münster

Sonntag, 23.09.2018

60 Jahre Haus Mariengrund - Sommerfest

23.09.2018 // Gartenfest mit Aktionen und Angeboten // Haus Mariengrund Münster

Samstag, 22.09.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interreligiöses Projekt: Naturschutz als Band der Religionen

Sa 22.09.2018 // 16 – 19:30 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 21.09.2018

Mensch – Tier – Natur. Perspektiven einer neuen Verhältnisbestimmung

Fr 21.09.18 // 20 Uhr // Vortrag mit Diskussion // Nordhorn

Donnerstag, 13.09.2018

Spiritual Gardening für Kinder: Apfel-Dank im Klostergarten (2)

Do 13.9.18 // 16 - 19 Uhr // Kapuziner Klostergarten Münster

Montag, 10.09.2018

Spiritual Gardening für Kinder: Apfel-Dank im Klostergarten (1)

Mo 10.9.18 // 16 - 19 Uhr // Kapuziner Klostergarten Münster

Samstag, 01.09.2018

Spiritual Gardening - Die Natur in uns

Workshops für Jugendgruppen auf Anfrage // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 31.08.2018

Was haben Tiere mit unserem Glauben zu tun? Ansätze der Theologischen Zoologie

31.08.2018 // Vortrag // im Rahmen der Schöpfungszeit 2018 // Katholisches Pfarreizentrum Wil // Schweiz

Freitag, 20.07.2018

In Resonanz mit der Natur

20.7. - 22.07.2018 // Seminar // Haus Mariengrund Münster

Freitag, 29.06.2018

Ethik des Lebendigen - Vom Umgang mit Nutztieren

Fr 29.06.2018 // 18 Uhr // bis So 01.07.2018 // ca 14 Uhr // Tagung // Kloster Stift zum Heiligengrabe // Heiligengrabe

Sonntag, 24.06.2018

Hat das Ökosystem eine Seele - Wie sich die Kirchen für den Artenschutz engagieren

So 24.06.2018 // 12:05 Uhr // Radiosendung // SWR2

Samstag, 23.06.2018

Erdfest - Feier der Lebendigkeit - Sommerfest des ITZ

Sa 23.06.2018 // 14 - 19 Uhr // Erdfest und Sommerfest // Haus Mariengrund Münster

Sonntag, 10.06.2018

Familien-Lama-Wanderung mit spirituellen Impulsen

So 10.06.2018 // 13:30 Uhr // Reutlingen

Neuigkeiten Detail

Mittwoch, 12.03.2014

"Ich gönne mir den Verzicht" – Oder wie ich durch eine Tiefenschärfung meines Alltages (Fasten) das ganze Jahr über zu mehr Lebensqualität und Gesundheit gelange

Drittes Glandorfer Gespräch



Zur brisanten Thematik unserer naturvergessenen Kultur und ihrer Folgen trafen sich am Dienstag, den 4. März 2014, zum 3. Mal der Biologe Dr. Georgios Pandalis, Gründer der 'Urheimischen Medizin', Glandorf, und der Theologe und Biologe Dr. Rainer Hagencord, Gründer des 'Institutes für Theologische Zoologie', Münster. Passend zum derzeitigen Beginn der christlichen Tradition der Fastenzeit nach den Karnevalstagen fanden die '3. Glandorfer Gespräche' statt zum Thema 'Ich gönne mir den Verzicht. - Oder, wie ich durch eine Tiefenschärfung meines Alltags (Fasten) das ganze Jahr über zu mehr Lebensqualität und Gesundheit gelange.'

Große Gelehrte haben es uns vorgelebt - Pythagoras, Manes oder Maimonides lehrten uns, dass Verzichtsübungen auch außerhalb der Fastenzeit zu mehr Gesundheit von Körper und Seele und einem glücklicheren gesellschaftlichen Miteinander führen. Dr. Pandalis sieht den bewussten Verzicht heutzutage mehr denn je als gebotene Maßnahme gegen die Umwelt- und Gesundheitsprobleme unserer Zeit und gleichzeitig als enorme Herausforderung, denn die dem Menschen angeborene Konsumfreude trifft heute mit einer grenzenlosen Verfügbarkeit von Gütern, Informationen und Unterhaltungsangeboten zusammen. Diese Herausforderung zu meistern erfordere daher heutzutage mehr denn je die Schulung unseres Geistes. So könne jeder Einzelne ein größeres Bewusstsein für seine Mitwelt und konsequenterweise eine größere Bereitschaft zu verantwortungsvollem Handeln entwickeln. Für die eigene Gesundheit sei dies sinnvoll, beispielsweise der Verzicht auf unser heutiges, industriell produziertes Fleisch, da dies nachweislich Krebs, Typ-2-Diabetes, Gicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck verursacht. Dass jede Kultur ihre eigene Form des Fastens übt, entspricht dem „Urheimischen Prinzip“ nach Dr. Pandalis, das besagt, dass diejenige Lebens- und Ernährungsweise für den Menschen am besten geeignet ist, die in seinem jeweiligen Kulturkreis seit mindestens zehn Generationen erfolgreich angewandt und gelebt wird. So vertrage er selbst als gebürtiger Grieche beispielsweise keinen Bärlauch und das obwohl er ihn vor rund 25 Jahren für die Deutschen wiederentdeckt hat.

Dr. Hagencord teilte diese Interpretation der Fastenzeit aus theologischer Sicht im Sinne einer Chance zur notwendigen Tiefenschärfung des (Alltags-)Lebens und zur Aufgeschlossenheit für die Präsenz Gottes in allem Sein. In der grenzenlosen Verfügbarkeit von Produkten und Möglichkeiten in unserer sogenannten I. Welt, dieses aber zu Lasten der sogenannten III.Welt, zu Lasten unserer natürlichen Mit-Welt und Nach-Welt, verschaffe uns die Fastenzeit Raum zum Nachdenken über unsere Maßlosigkeit und fordere uns zur Verantwortung auf. Im Sinne der 'Theologischen Zoologie', d.h. einer theologischen Sicht auf die Tiere, bedeute diese Verantwortung auch, dass wir unsere mitgeschöpfliche Umwelt in die Aussagen der biblischen Propheten über eine Welt ohne Gewalt mit einbeziehen und uns in unserem menschlichen Konsumverhalten, auch gegenüber den Tieren, entsprechend verantwortlich und 'verzichtvoll' verhalten. Dabei ginge es nicht um Askese, sondern um die Freude am Leben, an der Vielfalt, am Wesentlichen.

Dr. Pandalis und Dr. Hagencord waren sich einig, dass das Fasten im Sinne des bewussten Verzichts am meisten Sinn macht, wenn es Tag für Tag und generell gelebt wird. Die frühjährliche Fastenzeit eignet sich aber hervorragend, um diese Lebensweise einfach einmal zu proben.

Weitere Einzelheiten zu diesem Dialog finden Sie hier.

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