FITZ




 
 

„Doch frag nur die Tiere, sie lehren es dich.“ (Hiob 12,7) Die Bedeutung einer neuen Wahrnehmung des Tieres für Theologie und Spiritualität

Ein Nachbericht zum Kongress vom 23.11. - 25.11. 2012 in der Akademie Franz Hitze Haus Münster

Das Institut für Theologische Zoologie, die WWU Münster (Seminar für philosophische Grundfragen der Theologie) und das Bistum Münster (Hauptabteilung Seelsorge) veranstalteten gemeinsam mit der Akademie den Kongress zum Mensch-Tier-Verhältnis:

Warum verliert die westliche Theologie die Tiere aus dem Blick? - Wie lässt sich eine Bewusstseinsveränderung im Sinne einer Theologie „mit dem Gesicht zum Tier“ erreichen? - Wer kann interdisziplinär an einer die Schöpfung bewahrenden Theologie beteiligt werden?

Diese und weitere Fragen stellten sich die über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Theologie, Biologie, Tiermedizin, Pastoral, Schule und Landwirtschaft.

Es entstand ein lebhafter und konstruktiver Austausch, bei welchem die Referentinnen und Referenten aus den verschiedenen Fachdisziplinen ihre jeweiligen Perspektiven auf unsere Mitgeschöpfe darlegten. In Vorträgen und Workshops ging man der Bedeutung des Tieres in theoretischen und praktischen Kontexten nach. Es lag ein Schwerpunkt auf der Frage, wie eine praxisrelevante Umsetzung der Ziele einer theologischen Zoologie in den jeweiligen Handlungskontexten von Schule, Gemeinde und Umweltarbeit gelingen kann.

Die Tagung schärfte den Blick für unsere heutige sehr enge und einseitige Wahrnehmung und Interpretation des Mensch-Tier-Verhältnisses, welches immer mehr durch die Entfremdung von den realen Lebenszusammenhängen, von einem vorwiegend mechanistischen Weltbild in den Naturwissenschaften sowie von ökonomischen Interessen geprägt ist.

Es wurde erneut deutlich, wie sehr die ‚anthropozentrische’ Sichtweise zu einer völligen Ignoranz gegenüber einer würdigen Lebensberechtigung unserer fühlenden Mitgeschöpfe führen kann. Ihre ‚Verzweckung’ und ‚Verdinglichung’ ist bereits weit fortgeschritten, ebenso die Ausrottung vieler ihrer Arten. Dass ihre Zerstörung auch Zerstörung unseres eigenen Lebens- und Erfahrungsraumes und letztendlich die Zerstörung unserer eigenen Spezies bedeutet, sollten wir begreifen lernen.

„Der Herrschaftsauftrag in der Schöpfungserzählung der Bibel ist als Auftrag des verantwortungsvollen Verwaltens – nicht des Quälens und Zerstörens – zu verstehen“, so betonte Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, die Vorsitzende des Kuratoriums des Institutes für Theologische Zoologie.

Die Tagung hat vielfältige Impulse gegeben, um an dem Thema „Mensch-Tier-Verhältnis“ weiter zu arbeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten für ihr Handeln im Alltag, in Kirche, Forschung, Lehre und Landwirtschaft wichtige neue Erkenntnisse gewinnen.

Detailliertere Informationen zum Kongress finden Sie unter:
www.theologische-zoologie.de


Das Fest der Liebe

Die Festtage stehen vor der Tür, - wir möchten Sie besonders auf die Initiative „Münster isst Veggie“ hinweisen. Fehlen Ihnen noch Rezept-Ideen für fleischfreie Gerichte? Brauchen Sie noch Informationen, welche Gemüse- und Obstsorten sich zur Zeit für einen klimafreundlichen Verbrauch besonders gut eignen?

Besuchen Sie die Internetseite: Münster isst veggie!


Wir sagen "Danke"!

2012 war ein gutes und produktives Jahr für die Theologische Zoologie!

Wir vom Förderverein des Institutes für Theologische Zoologie e.V. möchten Ihnen, unseren Unterstützerinnen und Unterstützern, herzlich danken für Ihre Hilfe, Ihre Begleitung und Ihr Interesse an diesem Projekt.

Ihnen und allen, die Ihnen an den Herzen liegen noch eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

 

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet,

Jesus Christus, kam in die Welt.

Er war in der Welt,

und die Welt ist durch ihn geworden.

In Jesus verdichtet und konzentriert sich,

was jeder Stein kündet,

jede Blume singt,

jedes Tier ruft,

jeder Mensch offenbart,

das ganze All erglänzen lässt:

das Wort, durch das alles erschaffen ist.

(Auszug nach dem Prolog zum Johannesevangelium, in: Anton Rotzetter, Gott, der mir Leben schafft, Freiburg 1994)


Hinweise

Unter dem Stichwort Think Tank Theologische Zoologie trifft sich circa einmal im Monat eine Gruppe Studierender, Promovierender und Interessierter, um sich über aktuelle Forschungsthemen Ihrer eigenen Arbeit auszutauschen. Es werden jeweils ein bis zwei Forschungsprojekte aus dem Kontext der theologischen Zoologie vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Ziel ist hierbei – neben einer wissenschaftlichen Vernetzung – eigene Fragestellungen in einer scientific community zu debattieren und Anregungen zur Weiterentwicklung des jeweiligen Konzeptes zu erhalten.
Es finden bereits regelmäßige Treffen statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Gruppe zu bereichern. Das nächste Treffen findet am 31.01.13 um 15:00 Uhr statt. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit Dr. Rainer Hagencord (info@theologische-zoologie.de) Kontakt auf.


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BLZ 400 602 65
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Telefon +49 (0)251 5301696 (unverändert) Durchwahl +49 (0)251 87112-16 (neu!)

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