FITZ




 
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Institutes für Theologische Zoologie

Die Sommerferienzeit hat für die meisten bereits begonnen. Wir wünschen Ihnen allen eine erholsame und freudvolle Zeit! Vielleicht finden Sie Gelegenheit, sich mit den von uns empfohlenen Texten auseinander zu setzen und darüber mit Ihren Lieben, Freunden, Bekannten und Kollegen auszutauschen. Und es mag ja auch der ein oder andere Veranstaltungstermin Ihr Interesse wecken.

 

Eine gute Zeit wünscht Ihnen im Namen des gesamten Förderverein-Teams,

Korbinian Labusch


1.) Was können wir von den Tieren lernen? - Tagung

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie des Rheinlandes lädt das Institut für Theologische Zoologie zur Tagung „Was können wir von den Tieren lernen?“ am 06. und 07.09.2013 in Bonn ein:

zum Programm

Der Mensch unterscheidet sich von den Tieren. Er ist, wie die europäische philosophische Tradition es beschrieben hat, das „animal rationale“, das Tier das Vernunft hat. Durch die Vernunft ist der Mensch ausgezeichnet. Menschliche Selbsterkenntnis sollte deshalb insbesondere die Vernunft in den Blick nehmen, die „tierischen“ Anteile sind zwar gegeben, aber diese sind eher Störgrößen, die den Menschen von seinem eigentlichen Wesen und seiner Bestimmung ablenken. Viele Vertreter der europäischen Aufklärung haben sich dieses Verständnis zu eigen gemacht, unsere Kultur ist bis heute davon geprägt.

Doch es gibt gute Gründe, dieses Verständnis vom Menschen als eine gravierende Verzerrung darzustellen. Indizien dafür gibt es viele. Sie beginnen bei den Entdeckungen von Siegmund Freud, der Rolle des Unbewussten und der Triebe und reichen bis zu neueren Erkenntnisse der Anthropologie und der Verhaltensbiologie. Im 20. Jahrhundert haben auch die bildenden Künste die Alleinstellung des Menschen in der Natur hinterfragt.

Es ist eines, diese Unterscheidung in Frage zu stellen, ein anderes, positiv danach zu fragen, was uns denn die Tiere über unser eigenes Wesen lehren können. Dieser Frage wird auf dieser Tagung nachgegangen.


2. Die Würde der Tiere – Workshop

Bitte beachten Sie auch den Vortrag „Die Würde der Tiere - Verhaltensbiologische und theologische Argumente für eine neue Sicht auf unsere Mitgeschöpfe“ am Donnerstag, 17.10.2013 in St. Arbogast:

zum Programm

Dr. Rainer Hagencord zeigt die weitgehende Verwandtschaft von Mensch und Tier auf und unterstreicht den Ansatz einer Theologie mit dem Gesicht zum Tier. Die Menschen wissen sich auf ihre Mitgeschöpfe angewiesen und zutiefst mit ihnen verbunden, da sie doch allesamt der Lebensodem Gottes vereint.

Heute werden Tiere und die gesamte Natur vielfach nur als Ressource und Besitz gesehen und genutzt. Massentierhaltung, überhöhter Fleischkonsum, die Vernichtung ganzer Ökosysteme und die Verelendung des globalen Südens stellen an uns ernste ethische, ökologische und politische Fragen.

Das Projekt "Theologische Zoologie" stellt die Würde unserer Mitgeschöpfe heraus. Daraus ergeben sich Impulse für eine persönlich bedeutsame Schöpfungsspiritualität und entsprechendes ethisches und politisches Handeln.


3.) Theologie und Klimawandel - Vorlesung

Die Kuratoriumsvorsitzende des Institutes für Theologische Zoologie, Frau Bischöfin i.R. Wartenberg-Potter hielt im Rahmen des Studium Generale im Sommersemester 2013 des Zentrums für kulturwissenschaftliche Forschung an der Universität Lübeck eine Vorlesung zum Thema „Theologie und Klimawandel“.

Einerseits beleuchtet sie als Theologin die Schnittstelle des interdisziplinären Wissenschafts-Diskurses als fruchtbaren Ort wachsender Erkenntnis. Andererseits, angetrieben durch die beunruhigenden Nachrichten des weiterhin rasant ansteigenden Kohlendioxid-Ausstoßes, bietet sie für ein nötiges Umdenken in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft acht Gedanken-Schritte an.

Lesen Sie hier den gesamten Vortrag der Bischöfin:

zum Vorlesungstext


4.) ITZ macht Schule – Offenes Treffen

Der schulische Bildungsbereich ist das Feld, über welches eine größere Sensibilität für das Thema 'Bewahrung der Schöpfung' transportiert werden kann. Vor diesem Hintergrund haben wir vor  einiger Zeit die Arbeitsgruppe 'ITZ macht Schule' gegründet. Unser Ziel ist es, erfolgreich praktizierte Unterrichtsentwürfe unsere Thematik betreffend (3 Entwürfe befinden sich schon auf unserer Homepage) sowie Unterrichtsmaterial, auch in Form eines Bildungskoffers, interessierten Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung stellen zu können.

Nun geht es darum, weiteren 'Input', weitere Ideen und das Einbringen von Erfahrung(en) an unserer Thematik interessierter Pädagoginnen und Pädagogen, gern hinsichtlich verschiedener Altersstufen (vom Kindergarten bis zum Sekundarstufen II-Bereich) und unterschiedlicher Schulformen, zu sammeln und darüber in einen konstruktiven Austausch zu kommen.

Dazu ergeht eine herzliche Einladung zum Offenen Treffen der Arbeitsgruppe 'ITZ macht Schule':

am Mittwoch, 11.09.2013
um 18.30 Uhr
in Münster, Rudolfstraße 13

(Um Rückmeldung bis Sonntag, 1. September, unter info@theologische-zoologie.de wird gebeten)


5.) Alles fühlt – Literaturtipp

Hinweisen möchten wir auf die Publikationen unseres Kuratorium-Mitgliedes Dr. Andreas Weber, des Biologen und Philosophen, der als freier Autor, Journalist und Redakteur in Berlin lebt.

zu Dr. Andreas Weber

Etwa „Alles fühlt. Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften.“ im BTV-Verlag, Berlin 2007.

„Die Naturwissenschaften sind dabei, ihr Bild vom Leben radikal zu wandeln. Entstehung und Verhalten von Tieren und Pflanzen lassen sich nur schlüssig erklären, wenn man Empfindung und Werte als Basis aller Lebensprozesse betrachtet. Für die kleinste Zelle wie für den Menschen gilt: Es gibt kein Leben ohne Gefühle. Seit Jahrhunderten erklärt uns die Wissenschaft, dass alle Lebewesen in Wahrheit von Reflexen und Genen ferngesteuert seien. Unsere Freude an der Natur sei nichts als sentimentale Illusion. Gefühle und Naturwissenschaft scheinen unvereinbar zu sein. Doch nun bahnt sich eine Revolution im Verständnis von Leben und Lebewesen an. Denn ausgerechnet die Leitdisziplin Biologie steht im Begriff, das Gefühl als Basis des Lebens wiederzuentdecken.“ (Aus dem Klappentext, vgl.: http://www.perlentaucher.de/buch/andreas-weber/alles-fuehlt.html)

Ganz neu im Juli erschienen: "Das Quatsch Matsch Buch:
Das Aktionsbuch:großstadttauglich und baumhausgeprüft". Für Familien mit Kindern sehr geeignet und einfallsreich illustriert.

 

"Früher verboten Eltern ihren Sprösslingen, drinnen herumzutoben. Heute untersagen sie ihnen, vor die Tür zu gehen. Dahinter steht die Angst, dass den Kleinen etwas zustoßen könnte, denn draußen lauern lauter Gefahren. Dabei brauchen Kinder Abenteuer in der Natur, um ihre eigene Lebendigkeit zu spüren.

 

Andreas Weber hat zusammen mit seinen beiden Kindern Max (13) und Emma (10) ein etwas anderes Naturbuch entwickelt. Seine Vorschläge für das Draußenspielen gehen dabei von „überall realisierbar“ bis hin zu „vollkommen radikal“, von einer einfühlsamen Szenerie auf dem heimischen Balkon bis hin zur Umgestaltung einer kompletten Großstadtstraße. Vieles ist gerade im städtischen Umfeld zu realisieren – aber die Ideen reichen bis hin zu Wildnis-Camps, die man selbst organisieren kann.

 

Was dieses Buch so besonders macht: Sein Inhalt lebt davon, dass Kinder selbst gestalten können. Sie finden dafür zahlreiche Vorschläge und werden durch die Illustrationen der drei Autoren angeregt." (Amazon)


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BLZ 400 602 65
Kto 450 415 00        


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