FITZ




 
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Institutes für Theologische Zoologie

Der heutige Newsletter steht ganz unter der Thematik der „Erfahrung“. Wir stellen Erfahrungsberichte aus verschiedensten Perspektiven und Kontexten vor, in denen das Anliegen der Theologischen Zoologie immer wieder berührt wird. In der Selbsterfahrung bei Exerzitien, bei der Gestaltung von Gottesdiensten, in der konkreten Arbeit für und an den Nächsten ...

 

Viel Freude und Anregung beim Lesen der Beiträge und Verweise wünscht Ihnen das Team des Fördervereins!


1.) „Ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.“

Der Franziskaner-Pater Claudius Groß hat als Leiter der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn viel negative Erfahrung sammeln müssen über die Verzahnung des konsumorientierten Lebensstils in unseren Breiten und der Verelendung von Umwelt, Mensch und Tier in Lateinamerika. Für uns hier bedeutet das: Wer sich für die Wertschätzung der Tiere und der Umwelt einsetzt, setzt sich letztendlich für das Wohlergehen des Menschen ein.

Seinen eindrücklichen Text können Sie hier einsehen. Bitte beachten Sie auch die Hilfsaktionen der Missionszentrale bezüglich der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen auf der Homepage der MZF.

http://www.mzf.org/webcom/show_article.php/_c-241/_nr-15/_p-1/i.html


2) "Der Kontakt mit Tieren und Pflanzen ist alltags- und lebensrelevant."

Das erste "Glandorfer Gespräch" unter dem Motto "Von der Stärkung des Selbstbewusstseins bis hin zur Grippeprophylaxe, oder 'Lernt von den Vögeln des Himmels und den Lilien des Feldes' (Mt 6,26f.)" fand am 18.10. 2013 statt. Dr. Georgios Pandalis (Urheimische Medizin), Prof. Stephan Ludwig (Virologie) und Dr. Rainer Hagencord (Theologische Zoologie) sprachen über die Veränderungen der menschlichen Erfahrungszusammenhänge in Zeiten der zunehmenden Naturentfremdung und -Zerstörung. Eine dramatische Entwicklung angesichts der Unersetzlichkeit der Natur als Erfahrungsraum des Menschen.

Sie können das Gespräch hier nachlesen:

projekte-kooperationen/glandorfergespraeche/erstes-glandorfer-gespraech


3.) „Manchmal braucht es außerordentliche Landschaften ...“

Helmut Böddeling berichtet über seine Eindrücke der konkret erfahrenen „Mitgeschöpflichkeit“ in der schweizerischen Berglandschaft während seiner Wander-Exerzitien.

Seinen Text finden Sie hier:

http://www.theologische-zoologie.de/projekte-kooperationen/exerzitien-im-engadin-nachbericht/


4.) „Danke für die Milch!“

Die Mitglieder des Fördervereins des Institutes Theologische Zoologie kamen im Oktober 2013 zu einem Ausflug auf einen Bio-Bauernhof nahe Münster zusammen. Über das herzliche und informative Ereignis lesen Sie hier den Erfahrungsbericht:

http://www.theologische-zoologie.de/foerderverein/verein/hof-deventer-rinkerode/


5.) „Frag doch die Tiere, sie lehren es dich.“

Wir stellen Ihnen den erheiternden Bericht der evangelischen Pastorin Heike Wolf vor. Sie hält ihren ersten „Tiergottesdienstes“ - und erfährt dabei von unerwarteter Seite organisatorische Hilfe:

 

Frei nach dem Wort aus dem Buch Hiob fand am 25. August ein Gottesdienst für Menschen und Tiere auf dem Tierfriedhof Bönnschenhof in Königswinter-Oberpleis statt. Es war der 9. dieser Art veranstaltet vom Tierschutz Siebengebirge und mein erster Tiergottesdienst, den ich gehalten habe. „Schuld“ daran war unser Familienzuwachs Monty, ein Colly-alles-mögliche-Mix, der im Oktober letzten Jahres vermittelt durch besagte Tierschutz Organisation bei uns einzog. Zuerst zähneklappernd als unsere zwei Katzen ihn sofort unter die Lupe nahmen und dann immer souveräner werdend. Mittlerweile sind die drei ein gutes Team und eine wahre Männerfreundschaft ist zwischen Kater Willy (der bei der Gottesdienstvorbereitung noch eine entscheidende Rolle gespielt hat) und Monty entstanden.

Das Motto des Gottesdienstes war mir ein Anliegen, weil es im Blick auf die Tiere einem Perspektivwechsel folgt: Ausgangslage unseres Denkens ist primär, dass wir den Tieren etwas beibringen müssen und wir billigen ihnen höchstens partiell eine besondere Intelligenz zu. Interessant aber wird es, wenn wir einmal umgekehrt fragen und Tiere als Lebewesen wahrnehmen und würdigen, von denen wir genauso gut etwas lernen können und darüber unsere eigenen Defizite und unser Selbst erkennen.

Erfahren habe ich das für mich auch bei Verlauf des Gottesdienstes. So bestand zum Beispiel in meinem Kopf  das Leitungsteam aus meinem Mann und mir: mein Mann sorgte für die musikalische Gestaltung und ich war für den Gottesdienst zuständig. Aber wer übernahm es, wahrzunehmen, dass die Gäste kamen und sie herzlich willkommen zu heißen? Monty. Ungefragt achtete er sorgsam auf das Eintreffen der Gottesdienstteilnehmer und begrüßte alle persönlich. Hielt mir dadurch den Rücken frei, mich um die Menschen zu kümmern, die sich bereit erklärt hatten, bei der Gestaltung des Gottesdienstes mitzuwirken.

Wichtig war mir, dass in diesem Gottesdienst auch Menschen zu Wort kamen mit ihren Erfahrungen mit Tieren und mit ihren Anliegen für Tiere. Da wurden dann nicht nur Fürbitten gesprochen. Einige Teilnehmer hatte ich gebeten einmal zu erzählen, was ihre Tiere ihnen bedeuten, was sie ihnen geben und warum sie sich für den Tierschutz engagieren und das waren sehr bewegende Beiträge.

Doch nun zu Kater Willy und der Predigt: ich saß am Schreibtisch und hatte sie fast fertig geschrieben. Es fehlten nur noch die Schlusssätze und daran überlegte ich noch intensiv herum. Während ich so grübelte, bog plötzlich Willy um die Ecke und ich hörte ein energisches „Miau“ von ihm. Dann schritt er weiter auf mich zu und setzte sich vor mich, plusterte sich etwas auf, blickte mich an und miaute noch einmal besonders energisch. Mit anderen –sprich menschlichen Worten – hieß das: „Los Frau, mach endlich Schluss! Jetzt bin ich dran. Kümmer´ dich gefälligst um mich! Sag Amen!“ Zum Glück habe ich es sofort verstanden und hatte von meinem Kater den Predigtschluss.

Auch für mich war dieser Gottesdienst ein Lehrstück in Sachen: „Frag doch die Tiere, sie lehren es dich.“ Ich hatte gute Lehrmeister.

 

Heike Wolf


6.) VERANSTALTUNGSHINWEISE

Mittwoch, 11.12.2013

Forum Theologie für alle // Universität Passau

Das Tier als Herausforderung für die christliche Anthropologie. Theologische Argumente für einen Perspektivenwechsel

http://www.theologische-zoologie.de/neuigkeiten/neuigkeiten-detail/forum-theologie-fuer-alle-universitaet-passau/

 

Freitag, 29.11.2013

Ethik der Religionen und Kulturen // Universität Graz

Das Tier als Herausforderung für die Christliche Anthropologie / Theologische und verhaltensbiologische Argumente für einen Perspektivwechsel

http://www.theologische-zoologie.de/neuigkeiten/neuigkeiten-detail/ethik-der-religionen-und-kulturen-universitaet-graz/

 

Freitag, 22.11.2013

Was bedeuten uns Tiere?

Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte - Tagung, Bernkastel-Kues

http://www.theologische-zoologie.de/neuigkeiten/neuigkeiten-detail/was-bedeuten-uns-tiere/


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