Neuigkeiten

Freitag, 08.03.2019

Mensch und Tier im Team - Fortbildung

ab 08.03.19 // Fortbildung // Haus Mariengrund Münster und Raphaelshaus Dormagen

Dienstag, 13.11.2018

Austauschen & Vernetzen - für ein Miteinander von Mensch & Tier

Di 13.11.2018 und jeden weiteren 2. Dienstag im Monat // 19 Uhr // Stammtisch Theologische Zoologie // Restaurant Vaust // Berlin

Freitag, 09.11.2018

Heilsame Berührung

Fr 09.11.2018 // oder // Sa 24.11.2018 // 15-18 Uhr // Meditative Körperarbeit mit Tier und Mensch // Haus Mariengrund Münster

Dienstag, 23.10.2018

Mit Lamas unterwegs

Di 23.10.2018 // 14 - 15:30 Uhr // Angebot für Schulklassen // Evangelisches Stadtjugendwerk Nürtingen // Reutlingen

Freitag, 19.10.2018

Mensch und Tier – Neues Verständnis - Anderer Umgang - Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung

Fr 19. bis So 21.10.2018 // Tagung // Ev. Akademie Villigst

Freitag, 28.09.2018

Tiere, Pflanzen und Menschen - Miteinander auf der einen Erde (2)

Fr 28.09.2018 - So 30.09.2018 // Wochenendseminar // Haus Mariengrund // Münster

Sonntag, 23.09.2018

60 Jahre Haus Mariengrund - Sommerfest

23.09.2018 // Gartenfest mit Aktionen und Angeboten // Haus Mariengrund Münster

Samstag, 22.09.2018

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigungen. Ein interreligiöses Projekt: Naturschutz als Band der Religionen

Sa 22.09.2018 // 16 – 19:30 Uhr // Workshop // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 21.09.2018

Mensch – Tier – Natur. Perspektiven einer neuen Verhältnisbestimmung

Fr 21.09.18 // 20 Uhr // Vortrag mit Diskussion // Nordhorn

Donnerstag, 13.09.2018

Spiritual Gardening für Kinder: Apfel-Dank im Klostergarten (2)

Do 13.9.18 // 16 - 19 Uhr // Kapuziner Klostergarten Münster

Montag, 10.09.2018

Spiritual Gardening für Kinder: Apfel-Dank im Klostergarten (1)

Mo 10.9.18 // 16 - 19 Uhr // Kapuziner Klostergarten Münster

Samstag, 01.09.2018

Spiritual Gardening - Die Natur in uns

Workshops für Jugendgruppen auf Anfrage // Kapuziner Klostergarten Münster

Freitag, 31.08.2018

Was haben Tiere mit unserem Glauben zu tun? Ansätze der Theologischen Zoologie

31.08.2018 // Vortrag // im Rahmen der Schöpfungszeit 2018 // Katholisches Pfarreizentrum Wil // Schweiz

Freitag, 20.07.2018

In Resonanz mit der Natur

20.7. - 22.07.2018 // Seminar // Haus Mariengrund Münster

Freitag, 29.06.2018

Ethik des Lebendigen - Vom Umgang mit Nutztieren

Fr 29.06.2018 // 18 Uhr // bis So 01.07.2018 // ca 14 Uhr // Tagung // Kloster Stift zum Heiligengrabe // Heiligengrabe

Vorwort zu "Diesseits von Eden" 2005

Vorwort zum Buch von Dr. Rainer Hagencord: Diesseits von Eden. Verhaltensbiologische und theologische Argumente für eine neue Sicht der Tiere

Im Jahr 2000 war ich geladene Teilnehmerin am Jahrtausendgipfel religiöser und spiritueller Führer bei den Vereinten Nationen; es waren über 1000 Delegierte aus einhundert Ländern, die fast alle großen Religionen und spirituellen Traditionen vertraten. Ich durfte meine Stimme für die "Nationen der Tiere" erheben und hatte nur acht Minuten Zeit. Ich trug meine Überzeugungen vor, wonach viele Tiere über Persönlichkeit, Verstand und Gefühle verfügen und dass ihr individuelles Leben in der großen Weltordnung eine wichtige Rolle spielt.

Am folgenden Tag kamen zwei katholische afrikanische Bischöfe zu mir und erzählten mir, dass sie, wenn sie krank seien, manchmal ihre traditionellen Heiler aufsuchten. Ihnen wird dann oft geraten, sie sollten eine Ziege oder ein Huhn opfern. Aber jetzt, da sie meine Ausführungen gehört hätten, wollten sie mich fragen, ob ich glaube, dass das richtig sei.
Zunächst dachte ich, diese Frage sollte zu der so oft geführten Diskussion darüber führen, dass Menschen eine Seele "haben" und deshalb etwas ganz anderes seien als die Tiere.
Aber diese Männer hatten ein echtes Interesse an meiner Meinung.
Ich sagte ihnen, meine Rolle sei hier, das mitzuteilen, was ich für das wahre Wesen der Tiere halte. So lud ich sie ein, die Antwort auf ihre Frage mit Gott selbst auszumachen. Sie nickten und gingen weg, anscheinend zufrieden.

Wie oft wird dieser Satz wie ein Totschlag-Argument in die Diskussion eingebracht: "Nur der Mensch ´hat´ eine unsterbliche Seele". Und dies wird von Menschen vorgebracht, die fest in christlichen Traditionen verwurzelt sind. Doch dieses Denken führt nicht nur zu einer folgenschweren Anthropozentrik, sondern ist mit dem biblischen Bild, wonach die Seele die "Form des Leibes" ist, überhaupt nicht zu vereinbaren.
Der Mensch ist - wie jedes Geschöpf - lebendige Seele!

Ich schätze den Ansatz von Rainer Hagencord sehr:
Er zeigt zunächst im philosophiegeschichtlichen Rückblick sehr klar auf, warum wir Menschen in den westlichen Industrienationen so denken wie wir denken und warum wir so gnadenlos mit der natürlichen Mitwelt und darin den Tieren umgehen.
Der Rekurs auf die biblische Anthropologie und die darin enthaltene große Bedeutung der Tiere festigt meine Sichtweise: Dass die Tiere noch im Garten Eden sind, die Erzählung von Bileams Eselin, die Tiere im Buch Hiob - diese und andere Hinweise zeigen mir, wie wichtig die Heilige Schrift in Bezug auf alle Mitgeschöpfe ist und eben den Menschen nicht als die "Krone der Schöpfung" darstellt, vielmehr als einen Teil der Schöpfung.
Und dass in der Theologie des Nikolaus von Kues ein alternatives Denkmodell zu Descartes Dualismus vorliegt, war neu für mich und erfüllt mich mit Hoffnung: Wir können anders denken, wenn wir wollen!
Zudem überzeugen mich die fundierten Kenntnisse von Rainer Hagencord über das Denken, Fühlen und Handeln unserer Mitgeschöpfe und ist somit auch für mich als Ethologin ein Gewinn.

Es wird höchste Zeit, dass Naturwissenschaftler/innen und Theolog/innen ihre Erkenntnisse über die wahre Natur des Tieres und den Platz des Menschen in der natürlichen Welt zusammentragen. Gerade unsere christliche Religion, die christliche Lehre, kann wesentlich durch eine geläuterte und moderne Sichtweise dazu beitragen, alle Geschöpfe auf diesem Planeten zu schützen. Dies ist eine große und für das Leben auch des Menschen unverzichtbare Herausforderung jetzt und in Zukunft.
Gerade dies kann zur Rettung der noch verbleibenden intakten Lebensräume auf diesem Planeten, zu einer veränderten Haltung gegenüber den Tieren in menschlicher Obhut und zu einer vertieften Schöpfungsspiritualität führen, die letztendlich alle Religionen in wundersamer Weise verbindet.

Dr. Jane Goodall