FITZ




 
 

Die ITZ-Esel Freddy und Fridolin (Foto Sarah Thiel)


TERMINE

19.06.-23.06.2019 // Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dortmund

Beteiligung des Instituts für Theologische Zoologie am DEKT:

  • So 16.06.2019 // 11 Uhr // Münster //
    Auftakt- und Entsendungsgottesdienst für den 4. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit zum DEKT in Dortmund - mit 2 Lamas // Ev. Trinitatis-Kirche, Straßburger Weg 51 in 48151 Münster (Geistviertel, Stadtbezirk Mitte)
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  • Do 20.06.-Sa 22.06.2019 // 10:30-18:30 Uhr // Dortmund //
    Markt der Möglichkeiten // Gemeinschaftsstand ITZ & AKUT (Aktion Kirche und Tiere) // Westfalenhalle 8, Themenbereich 1, Verkündigung, Stand 130 // Eingang Messe West (erste Halle)

  • Sa 22.06.2019 // 11:00-13:00 Uhr // Dortmund //
    Keynote - Vortrag von Dr. Rainer Hagencord auf dem Podium „Wert-schätzend?! Unser Umgang mit Lebensmitteln“ // Westfalenhalle 3

  • Sa 22.06.2019 // 15:00 Uhr // Dortmund //
    Gottesdienst für Mensch und Tier // Achtet die Würde des Lebens! Über das Vertrauen, das Tiere haben // Klostergarten St. Franziskus, Franziskanerstr. 1-3, Innenstadt-Ost // Predigt: Bärbel Wartenberg-Potter, Bischöfin i. R., Köln (Vorsitzende des ITZ-Kuratoriums)

  • alle aktuellen ITZ-Termine auf dem DEKT 2019

  • Kirchentag Stadtplan



Sa 29.06.2019 // 16:00-19:30 Uhr // Münster //
Wer singt, brummt und zirpt denn da?
Tierstimmen in ihrer ökologischen und spirituellen Bedeutung

Impulse - Wahrnehmungen - Verköstigung: Naturkundliche & theologische Führung durch den Kapuziner Klostergarten inkl. gemeinsamem Ausklang beim klösterlichen Abendessen // Kapuzinerstraße 27, Treffpunkt Klostersaal, Münster
Es führen durch den Garten:

  • Dr. Rainer Hagencord, Institut für Theologische Zoologie (ITZ)
  • Josef Tumbrinck, Bundesumweltministerium (BMU)

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Mo 01.07. - Di 02.07.2019 // Tagung // Haus Mariengrund Münster
„Und die Eselin sah den Engel Gottes“ (Num,23) // Schöpfungstheologie und Schöpfungsspiritualität im Angesicht der Tiere

Im „Angesicht der Tiere“ können wir eine anthropozentrisch verengte Theologie überwinden und (wieder) Zugang zu dem „Mensch im Tier“ (Norbert Sachser) und zu den verdrängten und vergessenen Anteilen unserer Menschlichkeit finden.

Die Erzählung von der Eselin des Sehers Bileam im 4. Buch Mose wird uns durch die Tagung begleiten. Die Tagung will in ökumenischer Weite und im Gespräch mit der Verhaltensbiologie theologisches Nachdenken verbinden mit spiritueller Praxis und Naturerfahrung im Angesicht der beiden Esel des Instituts für Theologische Zoologie.
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Do 4.7.2019 // Öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung // TU Dortmund // Dilemma Tierversuch?

An der TU Dortmund findet am 4. Juli, 13:00 - 16:30 Uhr, eine öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Dilemma Tierversuch?“ statt.
Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Stefan Schlatt (Medizin, WWU Münster, Kuratoriumsmitglied des ITZ),
  • PD Dr. Johann S. Ach (Philosophie, WWU Münster),
  • Dr. Simone Horstmann (Kath. Theologie, TU Dortmund, 2. Vorsitzende des FITZ) und
  • Claus Kronaus (Ärzte gegen Tierversuche e.V.).

TU Dortmund, Rudolf-Chaudoire-Pavillon, Baroper Straße 297, 44227 Dortmund
Der Eintritt ist frei, herzliche Einladung an alle Interessierten!


BUCHBESPRECHUNG

Tierethik. Der Comic zur Debatte

Die Zahl der Bücher, die sich mit dem Thema „Tierethik“ befassen, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Auf unterschiedliche Weise eröffnen sie Zugänge zur Debatte über die aktuelle und brisante Frage, was Menschen im Umgang mit Tieren erlaubt ist. Es gibt Textsammlungen, in denen zentrale Positionen zusammengestellt sind, Einführungen, die einen systematisierenden Überblick über die philosophische und sozialwissenschaftliche Debatte geben, und auch ein Handbuch ist inzwischen angekündigt.

Zwischen diesen Büchern fällt ein Titel auf, der eine Darstellungsform wählt, die für ein Thema zwischen Wissenschaft und Gesellschaftspolitik ungewöhnlich ist. Einen „Comic zur Debatte“ legen Julia Kockel und Oliver Hahn mit ihrem Buch „Tierethik“ vor. Ein Vorzug des Comics wird schon beim ersten Durchblättern deutlich: Er bereitet das Thema kurzweilig und anschaulich auf. Dieser Eindruck verstärkt sich beim Lesen und Schauen: Der schwarz-weiß gezeichnete Comic bietet eine abwechslungsreiche Einführung in eine komplexe Diskussion. Die Verfasser stellen verschiedene tierethische Positionen vor, in der ersten Hälfte des Buches im Sinne einer „Philosophiegeschichte der Mensch-Tier-Beziehung“ (S. 15), in der zweiten Hälfte stärker an systematischen und handlungsrelevanten Fragen der Gegenwart orientiert.

In der Regel gibt es eine kurze Hinführung zu einem Denker oder einer Denkerin, der oder die dann mit einem Bild und einem Zitat – natürlich in einer Sprechblase – vorgestellt wird. Die Porträts der Philosophinnen und Philosophen dienen nicht nur der Anschaulichkeit, sondern bieten auch die Möglichkeit, sie mit ihren jeweiligen Positionen an einer anderen Stelle nicht durch das Wort, sondern über das Bild einzuspielen. So entsteht eine aufschlussreiche Verweisstruktur.

Andere Bilder veranschaulichen und spitzen bestimmte Probleme der Debatte zu. Wenn es um Jacques Derridas Dekonstruktion des Tierbegriffs geht, drückt beispielsweise ein Finger verschiedene Tiere in eine kleine Kiste mit der Aufschrift „Tier“. Während die Bilder einerseits die Darstellung ergänzen, zwingen sie andererseits dazu, die Textmenge zu reduzieren, so dass die Hinführungen und Zitate stellenweise sehr knapp ausfallen. Für die Zitate verwenden Kockel und Hahn ein gutes System, indem sie die Sprechblasen mit Zitaten kennzeichnen und im Anhang die Stellen nachweisen. Dies ermöglicht eine vertiefende Auseinandersetzung mit der jeweiligen Position. Während der Comic auf diese Weise durchaus die Funktion einer weitgehend verständlichen und einladend gestalteten Einführung übernimmt, trifft dies für die Zwischenüberschriften leider nicht zu. Auch wenn der Comic sicherlich nicht als Nachschlagewerk gedacht und gut als Gesamtdarstellung zu lesen ist, wären stärker orientierende Überschriften wünschenswert gewesen, wenn man das Buch zur Kurzinformation wieder einmal zur Hand nimmt.

Aus Sicht der Theologischen Zoologie ist anzumerken, dass christliche Positionen – Bibel, Augustinus, Thomas von Aquin – im historischen Überblick knapp und stellenweise verkürzt vorgestellt werden. So heißt es beispielsweise im Abschnitt „Das satanische Tier“ (S. 27f.): „Das Tier […] wurde im christlichen Mittelalter regelrecht dämonisiert. [So wie] der Mensch Gott am nächsten stand, rückte man das Tier symbolisch in die Gegenrichtung – zu Satan.“ Auf das Bild eines gehörnten Satans folgt das eines Lamms, das in einer Sprechblase fragt „Und was ist mit mir?“ Das Lamm, das nur mithilfe von Kenntnissen der christlichen Ikonographie als Christussymbol gedeutet werden kann, bleibt leider ohne Einordnung und Erklärung.

Trotz kleinerer Schwächen, zu denen leider auch irritierende Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsfehler gehören, liegt mit dem Tierethik-Comic ein Buch vor, das einen Einblick in die ethischen Hintergründe einer brandaktuellen Debatte unserer Zeit – erinnert sei an das im November 2018 aufgeschobene Verbot der Ferkelkastration ohne Betäubung – gewährt. Nach der Lektüre wird man es informiert und sensibilisiert aus der Hand legen – oder am besten gleich weitergeben, um auch andere zu informieren und zu provozieren.

Stefan Voges

(Quelle: Julia Kockel/Oliver Hahn: Tierethik. Der Comic zur Debatte, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.)


Dr. Helga Kretzschmar

ITZ-GESICHTER

In jedem Newsletter stellen wir ein Gesicht des ITZ vor: Menschen, die aus unterschiedlichen Kontexten kommen, die ihre eigene Lebensgeschichte und ihre Erfahrungen mitbringen, und das ITZ somit vielfältig bereichern.

Heute: Dr. Helga Kretzschmar

„Tiere waren mir seit meiner Kindheit wichtig. Aufgewachsen bin ich mit vielen Kleintieren. Unzählige Ferien auf dem Bauernhof einer befreundeten Familie brachten mich zum Landwirtschaftsstudium. Tiere begleiten mich während meines ganzen privaten und beruflichen Lebens. Zum ITZ bin ich aus Liebe zum Tier gekommen. Deren Wertschätzung liegt mir besonders am Herzen. Erweitert habe ich meine Pflanzenkenntnisse. So betreue ich auf dem Gelände des Haus Mariengrund die Hochbeete und gebe Tipps zum Anbau von Gemüse und Bodenqualität. Zudem ist mir die Öffentlichkeitsarbeit wichtig, um die Wertschätzung der Natur als Ganzer in den Vordergrund zu rücken.“


SUCHEN

Wer möchte sich engagieren?

Das ITZ lebt von und mit Menschen, die sich engagieren möchten: Melden Sie sich gern bei uns, wenn Sie sich im ITZ einbringen wollen, die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt! Wir suchen kompetente Mitstreiter/innen insbesondere für das Esel-Team, für die IT-Betreuung, für ein geplantes Consulting-Projekt, für die gärtnerische Pflege der Hochbeete am HMG und vieles mehr.
Melden Sie sich gern unter info@theologische-zoologie.de


SAVE THE DATE

Zehnjähriges ITZ-Jubiläum am 15. Dezember 2019

Am 15.12 feiern wir das zehnjährige Bestehen des ITZ und wollen gemeinsam auf das bereits Erreichte, aber auch auf die Zukunft blicken. Die gemeinsame Feier, zu der wir bereits jetzt herzlich einladen, findet im Haus Mariengrund, Münster statt und soll ein buntes Programm bieten: Alle Interessierten sind daher herzlich eingeladen, sich mit eigenen Kurzbeiträgen (künstlerisch, literarisch, musikalisch, usf.) zu beteiligen und so das Programm für den 15.12 zu bereichern. Wer bereits jetzt eine Idee hat, kann sich gern schon bei uns melden: info@theologische-zoologie.de

 

 


IHRE UNTERSTÜTZUNG

BEWUSSTSEINSSTÄRKERIN und BLICKWINKELÄNDERER werden  

Über Ihre Spende oder Ihren Förderbeitrag geben Sie uns Planungssicherheit. Sie schaffen so Möglichkeiten, Projekte umzusetzen, die Tieren und Menschen zugleich zugute kommen. Das Institut für Theologische Zoologie arbeitet frei und unabhängig – auf Ihre Spende sind wir angewiesen. 

Einzelne Spenden können Sie ebenso wie regelmäßige Förderbeiträge steuerlich absetzen. Zum Jahresanfang erhalten Sie von uns Ihre Zuwendungsbescheinigung.

Als Fördermitglied erhalten Sie von uns regelmäßig Informationen über Aktionen, Projekte und Veranstaltungen des Institutes.  

Die Höhe des Förderbeitrages können Sie selbst bestimmen, die Mindesthöhe beträgt 30 Euro pro Jahr.  

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Stichwort „Theologische Zoologie“
Darlehnskasse Münster eG

IBAN: DE41 4006 0265 0045 0415 00
BIC: GENODEM1DKM     


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Haus Mariengrund
Nünningweg 133
48161 Münster
Telefon +49 (0)251 5301696
Durchwahl +49 (0)251 87112-16

Redaktionell verantwortlich:
Dr. Rainer Hagencord