
Es gibt Menschen, die das Glück haben, im Leben einem Esel zu begegnen – und sich dabei selbst ein Stückchen mehr zu verstehen. Freddy, „Teddy“, war einer von denen, die uns mit ihrer bloßen Anwesenheit lehrten, was es heißt, gelassen, authentisch und bedingungslos präsent zu sein.
Bleib Dir treu.
Gehe Schritt für Schritt.
Halte durch, wo es Sinn macht.
Lass los, wo Starrheit Dich bindet.
Und vertraue darauf,
dass Geduld und Klarheit
Dich sicher ans Ziel bringen.
Katharina Linhart
Geboren am 19. Mai 2015, war Freddy ein Esel, der das Leben nicht mit vielen Worten, sondern mit Taten und Haltung erklärte. Er war der „Macher“ unter den beiden Halbbrüdern, derjenige, der nicht lange grübelte, sondern einfach ausprobierte, was geht. Seine größte Stärke? Die Selbstfürsorge. Freddy wusste, was gut für ihn war – und er ließ es sich nicht nehmen. Ob beim langen, stillen Genießen des Bürstens oder des Kraulens: Er stand einfach da, im Hier und Jetzt, und erinnerte uns daran, dass Achtsamkeit und Geduld keine Schwächen, sondern Kräfte sind.
Doch Freddy war auch ein geschickter Beobachter. In Momenten der Unsicherheit stellte er sich gerne hinter seinen Kumpel Fridolin – nicht aus Schwäche, sondern aus Vertrauen und Klugheit. Er wusste, wann er sich anlehnen durfte, und wann er selbst der Fels in der Brandung sein konnte. Seine sanfte, humorvolle und geduldige Art machte ihn zu einem besonderen Gefährten, nicht nur für die Menschen, die ihn kannten, sondern auch für die Kinder, die in seiner Nähe zur Ruhe kamen.
Am ITZ war Freddy mehr als nur ein Co-Therapeut – er war ein Lehrmeister der Menschlichkeit. Besucherinnen, Studierende und zufällige Spaziergängerinnen beschrieben die Begegnung mit ihm und Fridolin mit Worten wie:
„Es tut einfach gut, den Beiden zuzuschauen.“
„Hier kommen meine Gedanken zur Ruhe.“
„Bei Freddy und Fridolin fühle ich mich richtig, so wie ich bin.“
Freddy lehrte uns, dass Esel keine Lasttiere sind, sondern Meister der Gelassenheit, der Neugier und der bedingungslosen Akzeptanz. Er zeigte, dass Zielstrebigkeit und Geduld keine Gegensätze sein müssen – und dass echte Bindungen nicht Besitz, sondern Freiheit brauchen.
Wir verlieren mit Freddy einen achtsamen, humorvollen und liebevollen Gefährten – doch sein Vermächtnis lebt weiter. In jedem Moment, in dem wir innehalten. In jedem Atemzug, den wir bewusst nehmen. In jeder Begegnung, die uns daran erinnert, dass das Einfachste oft das Tiefgründigste ist.
In ewiger Erinnerung an Freddy – „Teddy“
Geboren am 19. Mai 2015 | Gestorben am 7. August 2026
„Ein Esel wie Freddy erinnert uns daran, dass wir alle manchmal einfach nur stillstehen und genießen dürfen.“





