Ein Weg zur Artenvielfalt

Ein Projekt mit der Musella-Stiftung

Mit unseren beiden Poitou-Eseln, den ansässigen Bienenvölkern der Honey Life Group und den angelegten Heilkräuterbeeten der Kiepenkerl Apotheken Münster wurden bereits erste Erfahrungsräume auf dem ca. 1 Hektar großen Gelände um das Tagungs-, Bildungs- und Gästehaus Haus Mariengrund in Münster geschaffen. Mit diesen und weiteren Stationen soll für die Einzigartigkeit der Schöpfung und den Erhalt der biologischen Vielfalt sensibilisiert werden.

Möglicherweise beunruhigt es uns, vom Aussterben eines Säugetiers oder einen Vogels zu hören (…) Doch für das Funktionieren des Ökosystems sind auch die Pilze, die Algen, die Würmer, die Insekten, die Reptilien und die unzählige Vielfalt von Mikroorganismen notwendig.

Papst Franziskus, Laudato Si, Der Verlust der biologischen Vielfalt, Absatz 34

Die biologische Vielfalt im Fokus

In Workshops können die Besucher*innen am Haus Mariengrund die faszinierende Welt der Honigbiene, der Wildbiene und weiterer Insektenarten - ihre Intelligenz, Sozialkompetenz und Bedeutung für unser ökologisches Gleichgewicht - kennenlernen. Ebenso bieten wir Workshops zur Mensch-Tier-Natur-Beziehung an der Eselweide an.

Mit dem Ziel, möglichst vielen Besucher*innen Wissen über die Schönheit und existenzielle Bedeutung der biologischen Vielfalt zu vermitteln, soll neben den konkreten Weiterbildungsangeboten ein öffentlich zugänglicher Lehrpfad mit Schautafeln auf dem Gelände entstehen mit dem Titel "Ein Weg zur biologischen Vielfalt". 

In enger Zusammenarbeit mit einem kooperierenden Imker und einer ITZ-Arbeitsgruppe wird das Gartengelände mit dem angrenzenden Buchenwäldchen immer weiter umgestaltet und teilweise neu bepflanzt, sodass mehr Lebensräume für Insekten und andere Wildtiere entstehen und der Wert der biologischen Vielfalt für die Besucher*innen konkret erlebbar wird. Die verschiedenen Orte laden dazu ein zu verweilen, zu beobachten und zu staunen.

Das ITZ dankt der Musella-Stiftung für eine sozial-ökologische Zukunft für das Startkapital zu diesem Arche-Projekt.

Inseln des Lebendigen entstehen

Am Haus Mariengrund entstehen immer mehr Inseln des Lebendigen, die einen Weg bzw. individuelle Zugänge zur biologischen Vielfalt aufzeigen.

Unbeabsichtigt entstand zunächst am Esel-Misthaufen ein neues Biotop. Für die angelockten Singvögel und Fledermäuse installierten wir zahlreiche Nistkästen. Weitere Vogelbeobachtungsstationen wie Winterfutterplätze sowie Trink- und Badestellen für die Sommermonate sind in Planung. Der Heilkräutergarten ist bereits seit seiner Entstehung im Sommer 2018 für die Insektenwelt ein Paradies. Und von unserer fachkompetenten Garten-AG wurden auf einem kargen Erdhügel neue kleine Habitate angelegt. Durch große Totholzstämme, Baumwurzeln und Felsen wurde Lebensraum und Nahrung für viele Kleinstlebewesen geschaffen, dazwischen wurden verschiedene Grün- und Blühpflanzen gesetzt. Eine Sandfläche soll den sehr selten gewordenen Erdinsekten wie Erdbienen, Sandbienen und Sandwespen sowie Ameisenlöwen Nisthilfen bieten. Auf einer bis dato kurz gehaltenen Rasenfläche entsteht eine neue Wildblumenwiese, um Bestäuber für neu gepflanzte Obstbäume anzulocken. Und in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Natur- und Gartenkindergarten Wurzelkinder sollen im Bereich der tiergestützten Therapie sogar Hühner auf dem Gelände einziehen. Diese unterschiedlichen "Inseln des Lebendigen" zeigen einen Weg zur biologischen Vielfalt.

Für Fragen zu einem Bienen-Workshop oder zum Lehrpfad "Ein Weg zur biologischen Vielfalt": info@theologische-zoologie.de

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