Wissenschaft und Forschung

Interdisziplinäre und interreligiöse Erforschung des Mensch-Tier-Verhältnisses

Die Zeit ist reif, die Ebenbürtigkeit der Tiere auch theologisch zu würdigen. Daher erarbeitet das ITZ ergänzend zur theologischen Anthropologie eine theologische Zoologie. Dabei forschen wir interdisziplinär, überkonfessionell und interreligiös. Ein gegenwärtiger Schwerpunkt ist, das Wissen der drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam zum Mensch-Tier-Natur-Verhältnis sichtbar zu machen. Die interreligiösen Erkenntnisse werden ergänzt durch Forschungsergebnisse der Verhaltens- und Evolutionsbiologie, die uns längst zeigen, dass die Grenzen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren fließend sind. Die gesamte Forschung deutet darauf hin, dass unser anthropozentrisches Weltbild vom Menschen als wichtigstes Geschöpf, einem Perspektivwechsel Raum geben muss. Es gilt, Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu respektieren und ihren Eigenwert zu erkennen!

„Denn wir sind verwandt mit allem, was lebt.“

Rainer Hagencord, Theologe und Biologe, Gründer des ITZ

Forschungstransfer

Forschungsnetzwerk Tier-Mensch-Studien (TiMes) + ITZ

Das ITZ arbeitet intensiv im Forschungsnetzwerk Tier-Mensch-Studien (TiMeS) an der WWU Münster mit.
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zum Plakat "Ringvorlesung: Tiere in den Geistes- und Sozialwissenschaften"

Institut für Landschaftsökologie (ILÖK), WWU Münster + ITZ

Auch das Institut für Landschaftsökologie der WWU Münster steht mit dem ITZ in enger Verbindung.
Studienprojekt 2021 AG Ökoplan: Was sind die Fundamente zur Überbrückung der Spaltung zwischen Mensch und Natur? Kurzform: Brücken bauen
Studienprojekt 2020 AG Ökoplan: „Aus der virtuellen Welt in die Natur“ eine Neuauflage -für alle? Kurzform: Wieder verbinden
zum Factsheet Ökoplan 2020 der Teichgruppe

Arbeitsstelle für Forschungstransfer (AFO), WWU + ITZ

Mit der AFO, Arbeitsstelle für Forschungstransfer an der WWU Münster, Bereich Bioinspiration, besteht seit Herbst 2018 eine enge Kooperation in Form von gemeinsamen Lehrveranstaltungen, Strategiegesprächen und möglichen Projekten im Bereich "Expedition Münsterland".
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"Weidebilder" ist ein transdisziplinäres Projekt von AFO und ITZ, in dem KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen gemeinsam im Austausch Tier-Mensch-Beziehungen untersuchen.
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Lehre

Lehrveranstaltungen regional

Ein Schwerpunkt der ITZ-Lehrveranstaltungen liegt auf der konkreten Naturerfahrung und Begegnung mit Tieren sowie auf der Auseinandersetzung mit Fragen zu Biodiversität und Artenschutz und deren politischer Dimension. Seit 2017 werden die Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Münster sowie mit weiteren Hochschulen vom ITZ-Dozierenden-Team gemeinsam gestaltet. Die Blockseminare finden u. a. an den Standorten Haus Mariengrund, Allwetterzoo Münster, Kapuziner Klostergarten Münster und/oder Hof Lohmann/ Freckenhorster Werkstätten statt.
das ITZ-Dozierenden-Team
Anfragen zu ITZ-Lehrveranstaltungen: info@theologische-zoologie.de

Lehrveranstaltungen international

Eine weitere Lehrveranstaltung findet in Kooperation mit der Sincletica Monastic School in Barcelona statt: Masterkurs „Knowledge, Art and Interiority".

Interreligiosität

Interreligiöse Forschung

Die interreligiöse Forschung zum Mensch-Tier-Natur-Verhältnis und dem religionsverbindenden Auftrag zur Schöpfungsbewahrung zeigt sich in der Kooperation mit dem Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) an der WWU Münster (Dr. Asmaa El-Maaroufi) und dem Institut für Jüdische Theologie an der Universität Potsdam (Prof. Dr. Jonathan Schorsch und Dr. Deborah Williger). Eine erste gemeinsame Publikation entstand im Rahmen des DBU-geförderten Pilotprojekts „SCHÖPFUNG ERFAHREN. Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel“.
zum Programmhandbuch

Lesekreis ITZ

Ein Kreis - bestehend aus ITZ-Mitarbeitenden und Wissenschaftler*innen der Hochschulen - diskutiert regelmäßig über drängende Fragen der Gegenwart. Seit längerem steht "Im Bann der sinnlichen Natur - Die Kunst der Wahrnehmung und die mehr-als-menschliche Welt" von David Abram auf dem Programm.

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