Wissenschaft und Forschung

Interdisziplinäre und interreligiöse Erforschung des Mensch-Tier-Verhältnisses

Die Zeit ist reif, die Ebenbürtigkeit der Tiere auch theologisch zu würdigen. Daher erarbeitet das ITZ ergänzend zur theologischen Anthropologie eine theologische Zoologie. Dabei forschen wir interdisziplinär, überkonfessionell und interreligiös. Ein gegenwärtiger Schwerpunkt ist, das Wissen der drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam zum Mensch-Tier-Natur-Verhältnis sichtbar zu machen. Die interreligiösen Erkenntnisse werden ergänzt durch Forschungsergebnisse der Verhaltens- und Evolutionsbiologie, die uns längst zeigen, dass die Grenzen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren fließend sind. Die gesamte Forschung deutet darauf hin, dass unser anthropozentrisches Weltbild vom Menschen als wichtigstes Geschöpf, einem Perspektivwechsel Raum geben muss. Es gilt, Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu respektieren und ihren Eigenwert zu erkennen!

„Denn wir sind verwandt mit allem, was lebt.“

Rainer Hagencord, Theologe und Biologe, Gründer des ITZ

Forschungstransfer


Lehre

Lehrveranstaltungen regional

Ein Schwerpunkt der ITZ-Lehrveranstaltungen liegt auf der konkreten Naturerfahrung und Begegnung mit Tieren sowie auf der Auseinandersetzung mit Fragen zu Biodiversität und Artenschutz und deren politischer Dimension. Seit 2017 werden die Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Münster sowie mit weiteren Hochschulen vom ITZ-Dozierenden-Team gemeinsam gestaltet. Die Blockseminare finden u. a. an den Standorten Haus Mariengrund, Allwetterzoo Münster, Kapuziner Klostergarten Münster, Botanischer Garten Münster und/oder den Rieselfeldern statt.

Lehrveranstaltungen international

Eine weitere Lehrveranstaltung findet in Kooperation mit der Sincletica Monastic School in Barcelona statt: Masterkurs „Knowledge, Art and Interiority".


Tagungsausrichtung


Interreligiosität

Interreligiöse Forschung

Die interreligiöse Forschung zum Mensch-Tier-Natur-Verhältnis und dem religionsverbindenden Auftrag zur Schöpfungsbewahrung zeigt sich in der Kooperation mit dem Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) an der WWU Münster (Prof. Dr. Asmaa El-Maaroufi) und dem Institut für Jüdische Theologie an der Universität Potsdam (Prof. Dr. Jonathan Schorsch und Dr. Deborah Williger). Eine erste gemeinsame Publikation entstand im Rahmen des DBU-geförderten Pilotprojekts „SCHÖPFUNG ERFAHREN. Interreligiöse Umweltbildung im Nationalpark Eifel“.
zum Programmhandbuch

Lesekreis ITZ

Ein Kreis - bestehend aus ITZ-Mitarbeitenden und Wissenschaftler*innen der Hochschulen - diskutiert regelmäßig über drängende Fragen der Gegenwart. Zur Zeit steht "Im Bann der sinnlichen Natur - Die Kunst der Wahrnehmung und die mehr-als-menschliche Welt" von David Abram auf dem Programm.

nach oben